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Die Stille der Ruinen von Copán
Das kleine mittelamerikanische Land hat mehr zu bieten als Bananen: Die Mayastätten von Copán an der Grenze zu Guatemala zählen zum Weltkulturerbe, und die Isla de la Bahía locken mit klischeehaft weissen Palmenstränden.
Honduras ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Bananenrepublik: Die Plantagen sind überall und die Bananen gehören zum wichtigsten Exportartikel des Landes. Honduras gilt aber auch als Geheimtipp für Touristen: Denn das Land mit über sechs Millionen Einwohner verfügt über einen antiken Schatz. Ganz im Westen, nahe der Grenze zu Guatemala, versteckt sich eines der bedeutendsten Zentren der klassischen Maya-Kultur: Die weltberühmten Ruinen von Copán.
Die von der Hauptstadt Tegucigalpa aus etwa siebenstündige Reise ins "Mayaland" führt vorbei an Bananen- und Kaffeeplantagen, kleinen Lehmhütten, sattgrünen Hügeln und Gebirgsflüssen. Ziel der Reise und Ausgangspunkt für die Ruinen-Erkundung ist das Bergdorf Copán. Vom Tourismus ist hier trotz der unweit gelegenen Ruinen, die immerhin seit 1980 zum Weltkulturerbe der Unesco zählen, wenig zu spüren.
Am frühen Morgen strahlen die Ruinen der Mayastätte noch eine geheimnisvolle Stille aus, in der man sich das geschäftige Leben der Maya vor mehr als tausend Jahren vorzustellen vermag. Copán war einer der bedeutendsten Stadtstaaten der Maya, der zusammen mit anderen Zentren wie Tikal in Guatemala und Palenque im heutigen Mexiko in der so genannten klassischen Maya-Periode (etwa 200 bis 800 nach Christi) aufblühte.
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